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Bernhard Erne (Erni, Erny), der Seiler von Gippingen, erwarb 1613 ein Gut zu Böttstein und lebte daselbst noch 1640. Sein Sohn Johannes starb 1676 als Gerichtsvogt der Herrschaft Böttstein. Mit seiner Frau, Verena Schilling aus Leibstadt, hatte er vier Söhne, von welchen sich vier noch heute bestehende Stammlinien ausbreiteten. Eine derselben begann mit Sebastian (* 1658), der 1711 das Vogtamt zu Böttstein innehatte. 1693 kaufte er mit Martin Frey von Fehrenthal zusammen den halben Schlatterhof von Bernhard Frey, dem Bruder des Martin, um 2500 Gulden. 1698 bauten sie zusammen in Schlatt ein neues Haus, woran jeder die Hälfte der Kosten übernahm, die je 50 Gulden betrugen. Sebastian starb 1734 als "praepositus" (Vogt). Seine Witwe, Verena Schmid vom Hof- Leuggern, stiftete vor ihrem Tod 1727 eine Jahrzeit. Die zwei Söhne, Bernhard und Sebastian, wurden die Begründer von zwei Ästen, deren einzelne Zweige sich bis in die Gegenwart erstrecken.

 

Bernhard Erne (Erni, Erny), the rope maker of Gippingen, acquired in 1613 a property to Böttstein and lived still there in 1640. His son Johannes died in 1676 as Gerichtsvogt (judge) of the rule of Böttstein. With his wife, Verena Schilling from Leibstadt, he had four sons. They founded the four main lines still existing today. One of them began with Sebastian (* 1658), which in 1711 held the Vogtamt to Böttstein. In 1693, together with Martin Frey of Fehrenthal he bought half of the Schlatterhof of Bernhard Frey, the brother of the Martin, at 2500 guldens. In 1698 they built together a new house in Schlatt, where each took over half of the cost, which was 50 guldens. Sebastian died in 1734 as the "praepositus" (Vogt). Its widow, Verena Schmid of Leuggern, donated a year time before her death 1727. The two sons, Bernhard and Sebastian, became the founders of two branches, whose individual branches extend into the present.

I. Ast 
Bernhard (1678 - 1745), Sohn des Sebastian, hatte aus erster Ehe rnit Maria Vögeli von Hettenschwil zwei Söhne mit Nachkommen- Johann Bernhard (* 1712) und Joseph Sebastian (* 1715). Er starb als Gerichtsvogt, welches Amt er einige Jahre versehen hatte. 

Bernhard (1678 - 1745), son of Sebastian, had two sons from his first marriage with Maria Voegeli of Hettenschwil, Johann Bernhard (* 1712) and Joseph Sebastian(* 1715). He died as Gerichtsvogt, which duty he had fulfilled for some years.

1. Zweig
Johann Bernhard (1712 - 1783) liess sich mit seiner Frau Verena Winkler von Leibstadt in Schlatt nieder. 1754 nahm er vom Spitalamt Baden 800 Gulden auf und versetzte dafür die ihm zustehende Hälfte von Haus, Scheune und Stallung, Kraut- und Baumgarten. Drei Jahre später verkaufte er neun Parzellen Feld für den Gesamtbetrag von 509 Gulden, den er offenbar zur Rückzahlung des Darlehens und fälliger Zinsen benötigte. Den ererbten Schlatthof bewirtschafteten dann seine vier Söhne. Xaver (* 1751) war von Beruf Zimmermann und wollte 1787 auf dem "Mättli" beim Hause, das ihm die Brüder verkauft hatten, ein Haus bauen. Aber zwei Nachbarn beschwerten sich mit dem Vorhalt, dass dadurch die Strasse verbaut würde. Der Bau wurde jedoch bewilligt unter der Bedingung, dass er mit der "Sellen" (Hausdiele) 9 Zoll (wohl Fuss?) zurückweiche. Xaver erhielt später das Bürgerrecht der Gemeinde Leuggern zugesprochen. Zwei seiner Brüder blieben ohne Nachkommen. Bernhard (* 1746), der vierte Bruder, war Schreiner, der im Einverständnis mit dem Bruder Xaver das Dach des gemeinsam bewohnten Hauses teilweise neu decken lassen wollte, klagte 1787, dass dieser ihm weder für die 32 Schaub (Strohbündel), noch für den Taglohn bezahlen wolle. Von Bernhards gleichnamigem Sohn (* 1781) verzweigten sich dessen Nachkommen in mehreren Linien, deren eine zur Zeit noch in Schlatt besteht. Dieser gehörte der 1933 in Fribourg verstorbene Bankdirektor Benjamin Erne an. Sein Sohn, Dr. Hans Georg, lebt als dipl. Ing.-Chemiker in Zollikon ZH. Die jüngste Generation dieser Linie zählt sechs männliche Sprossen der Jahrgänge 1949 - 1963, die mit Ausnahme eines Brüderpaares, alle ausserhalb der engern Heimat wohnhaft sind.

1. Branch
Johann Bernhard (1712 - 1783) established himself with his wife Verena Winkler of Leibstadt in Schlatt. In 1754 he took a loan of 800 guldens from the hospital of Baden, leaving half of house, barn and Stallung, herb and tree garden as security. Three years later he sold nine plots of field for the total amount of 509 guldens, which he obviously needed for the repayment of the loan and interest due. Then his four sons run the Schlatthof. Xaver (* 1751) was a carpenter by occupation. In 1787 he wanted to build a house on the " Maettli ", which was sold to him by his brothers. But the two neighbours argued that the nearby road would become blocked. The building however was allowed with the condition that the " Sellen " (house hall) had to be placed nine 9 inch (probably foot?) further back. Xaver later obtained the citizen right of the municipality of Leuggern. Two of his brothers remained without descendants. Bernhard (* 1746), the fourth brother, was a carpenter, who wanted to cover the roof of the commonly inhabited house in agreement with the brother Xaver. In 1787 he complained that his brother didn't want to pay him neither for the 32 Schaub (straw bundles), nor for daily wages. From Bernhard's son of the same name (* 1781) its descendants branched out in several lines, of those one still exists in Schlatt at present. One of them was the bank manager Benjamin Erne, who has died in Fribourg in 1933. His son, Dr. Hans George, lives as an chemical engineer at Zollikon ZH. The recent generation of this line counts six male rungs of the years 1949 - 1963, which, with the exception two brothers, live abroad. 

2. Zweig 
Johann Sebastian (1715 - nach 1759), verheiratet mit Verena Hauser, wohnte im Auenacker bei Böttstein und hatte vier Söhne. Die Linie, die von seinem ältesten Sohne, Joseph (*1745), genannt "Karreseppel" ausging, wurde mit dessen Enkel, dem Lithographen Philipp Erne, in Sitten ansässig. Sie besteht daselbst noch, repräsentiert durch seinen 1982 verehelichten Urenkel. Eine andere Linie geht auf Lorenz (* 1759), den jüngsten Bruder des obgenannten Joseph zurück, die den Zunamen "Tonipeters", später noch "Peters", hatte. Sie zog gegen Ende des letzten Jahrhunderts in die Ostschweiz. Von ihren Nachkommen hat eine Familie mit drei Söhnen in neuester Zeit das englische Bürgerrecht erworben. Die vier jüngsten Abkömmlinge dieses Zweiges weisen die Geburtsjahre 1967 - 1980 auf. 

2. Branch 
Johann Sebastian (1715 - past 1759), married with Verena Hauser, lived at the Auenacker near Böttstein. He had four sons. The line of his oldest son, Joseph (* 1745), called "Karreseppel", represented by his grandchild Philipp Erne, a lithographer, moved to Sion. The line still exists there, represented by great-grandchild who got married in 1982. Another line goes back to Lorenz (* 1759), the youngest brother of the above-mentioned Joseph, which had the nickname of "Tonipeter", later called "Peter". They moved to the east of Switzerland toward the end of the last century. From their descendants a family with three sons acquired the English citizen right in the most recent time. The four youngest descendants of this branch where born in the years 1967 - 1980.

II. Ast 
Sebastian (1694 - 1744) und seine Frau Anna Kalt von Böttstein hatten vier verheiratete Söhne. Joseph (* 1724), Johannes (* 1730), Sebastian (*1738) und Jakob (*1741). Sie wohnten in Schlatt. Johannes und Sebastian, die beide mehrere Kinder besassen, erlangten keine weitern Nachkommen. Ein lediger Sohn des Johannes, namens Bartholornäus, starb 1840 im Alter von 77 Jahren. Den andern beiden Söhnen des Sebastian erwuchsen jedoch zwei sich entfaltende Zweige, deren Nachfahren bis zur Gegenwart sich ausbreiten. 

II. Branch Sebastian (1694 - 1744) and his wife Anna Kalt from Böttstein had four sons who became married. Joseph (* 1724), Johannes (* 1730), Sebastian (* 1738) and Jakob (* 1741). They lived at Schlatt. Johannes and Sebastian, which both had several children, did not attain further descendants. A single son of the Johannes, named Bartholornaeus, died 1840 at the age of 77 years. There where however two unfolding branches from the other two sons of the Sebastian, whose descendant spread up to the present.

1. Zweig 
Joseph (1724 - 1771) begründete mit seiner Frau Barbara Ammann von Kleindöttingen einen Zweig, der durch den Zunamen "Müllerhansen" gekennzeichnet war und heute die grösste Nachfahrengruppe des Geschlechts darstellt. Die Ammann waren ursprünglich als Müller nach Böttstein gekommen. Doch woher sie kamen, liess sich nicht nachweisen. Der erste Müller des Namens Ammann starb zu Böttstein im Jahre 1606. Von seinem Enkel Hans Ammann, der noch die Mühle besass, stammt der Zuname "Müllerhans", der durch die nächsten vier Generationen weitergegeben wurde. 1754 heiratete Barbara, die Tochter des Johann Jakob Ammann, den Joseph Erne, auf dessen Familie nun der Zuname übertragen wurde, der sich bis in die Neuzeit erhalten hat. Zwei von fünf Söhnen, Johann (*1762) und Fridolin (*1770) hatten Nachkommen, die sich hauptsächlich in zwei Linien bis zur Gegenwart verzweigten. Beide Brüder wurden mit ihren Familien in Eien sesshaft. Noch sind mehrere Familien dieses Zweiges in der Gemeinde wohnhaft, doch zogen schon seit der Jahrhundertwende junge Leute aus der Heimat weg, ins Bernbiet, ins Solothurnische, in die Innerschweiz, nach Zürich und sogar nach Amerika. Die jüngste Generation weist 20 männliche Sprossen auf, die in den Jahren 1950 - 1984 geboren sind.

1. Branch 
Joseph (1724 - 1771) founded a branchwith his wife Barbara Ammann of Kleindoettingen, which was characterized by the nicknames " Muellerhansen". Today they represent the largest group of descendants of the family. The Ammann originally came to Boettstein as millers. It is not known from where they came originally. The first miller by the name Ammann died to Boettstein in the year 1606. From his grandchild Hans Ammann, who still possessed the mill, the nickname "Mueller Hans" was established, and it was passed on for the next four generations. In 1754 Barbara, daughter of the Johann Jakob Ammann, married Joseph Erne, whose family now carried the nickname. It was kept into the modern times. Two of the five sons, Johann (* 1762) and Fridolin (* 1770) had descendants, which branched out mainly to two lines up to the present. Both brothers became established with their families at Eien. Still several families of this branch are resident in the municipality, however since the turn of the century many young people move away from home, into the area of Bern, Solothurn, into central Switzerland, to Zurich and even to America. The recent generation indicates 20 male rungs, which are born in the years 1950 - 1984.

2. Zweig 
Jakob (* 1741 - 1778) und seine Frau, Maria Katharina Vögele von Hettenschwil, waren im 2. und 3. Grad blutsverwandt. Jakob, Sohn des Sebastian (* 1694) wohnte in Schlatt und war Maurer. Von 1796 an amtete er als Richter, vermutlich bis 1798, als die alte Ordnung ihr Ende fand. Sein Sohn Joseph wurde, wohl infolge seiner Heirat mit Maria Anna Hauser von Böttstein, dort sesshaft. Die Nachkommen seines einzigen Sohnes, der das Schreinerhandwerk betrieb, folgten ihm in diesem Beruf nach. Seine zwei Söhne: Emil, Lehrer im Siggenthal (> 1977) und Jakob, Buchhalter in St. Gallen (> 1936) sowie ihr Cousin Josef Eduard (> 1975) in Böttstein, besitzen in ihrer jüngsten Nachfahrengruppe elf männliche Sprossen mit den Geburtsjahren 1960 - 1984. Diese leben mit wenig Ausnahmen alle ausserhalb des Kirchspiels. 

2. Branch 
Jakob (* 1741 - 1778) and his wife, Maria Katharina Voegele of Hettenschwil, were blood-related in 2. and 3. degree. Jakob, son of the Sebastian (* 1694), lived at Schlatt, he was a bricklayer. From 1796 on he was a judge, probably until 1798, when the old order found its end. His son Joseph settled in Böttstein probably due to his marriage with Maria Anna Hauser of Böttstein. The descendants of their only son, who worked as carpenters, followed in this occupation. The two sons: Emil, Lehrer at the Siggenthal (> 1977) and Jakob, accountant at St. Gallen (> 1936) as well as its cousin Josef Eduard (> 1975) at Boettstein, possess eleven male rungs in their recent group of descendants with the birth years 1960 - 1984. With few exceptions these live all outside of the Kirchspiels.

Source: Hermann J. Welti, "Bürgergeschlechter der Gemeinde Böttstein",
1986, herausgegeben von der Gemeinde Böttstein.
 

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